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© Dr. Bernd Stemmer

Die Binnenfischerei Deutschlands ohne Regenbogenforelle ist undenkbar. Ihre Bedeutung spiegelt sich auch im Fischland Niedersachsen mit über 100 Betrieben im Haupt- und Neben-
erwerb wider. Die Haltung von Regenbogen-, Bachforellen und Saiblingen wird in der Regel in traditionellen und damit eher kleinflächigen Erdteichanlagen durchgeführt. Erzeugt werden im Jahr um 1460t Speisefische (Quelle:Statistisches Bundesamt, 2014). Hinzu kommen einige Hundert Tonnen an Besatzfisch. Am besten für Forellen ist sommerkühles, sauer-

stoffreiches Wasser von hoher Qualität und das Wasser muss fließen. So sind vor allem in der Lüneburger Heide und den Mittelgebirgsregionen die Bedingungen für die Forellenzucht von Natur aus gut.

 

 

 

© Klaus Kröger

Weit mehr als die Hälfte der niedersächsischen Forellen-

erzeugung wird direkt an den Endverbraucher, im Fischfach-

geschäft oder an die Gastronomie abgegeben. Die Hofläden der Forellenbetriebe sind beliebt, denn meist finden sich neben Forellen, frisch oder geräuchert, auch die in der Verar-
beitung aufwendigeren Forellenspezialitäten wie Forelle gebeizt oder köstliche Salatvarianten.

 

Einfach ist es heute nicht für regional ausgerichtete Forellen-

betriebe. Sie müssen sich gut beim Kunden positionieren, um dem Konkurrenzdruck durch billige Importforellen etwas entgegensetzen zu können. Der Verbrauch an Forellen in Deutschland ist doppelt so hoch wie die der-
zeitige Erzeugung. Futtermittel- und Energiekosten steigen und erfordern Anpassungen der Verkaufs-

preise. Die Kunden bekommen dafür eine Forelle aus der Region, nicht eingeflogenen Fisch aus Übersee.

 

 

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Eine Zukunftsaufgabe ist die Sicherung der langfristigen Wasserversorgung der Teichanlagen. Notwendige, doch zeitlich befristete wasserrechtliche Genehmigungen mit umfangreichen, zum Teil praxisfremdem Auflagen erschweren den Alltag der Forellenzüchter.