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Im Netzwerk der Binnenfischerei sind Hobby- und Klein-

teichwirte, Fischereigenossenschaften, Fischereivereine, Firmen des Fischereibereiches und Fischereiinteressierte vertreten.

 

Niedersachsen hat unzählige kleine Teiche und Teichanlagen. Die Kleinteichbewirtschafter stellen einen wesentlichen Beitrag zum jährlichen Fischertrag und fördern die regionale Fischversorgung. Durch ihre Bewirtschaftung gewährleisten sie, dass strukturreiche Wasserlebensräume für eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen erhalten bleiben.

 

Doch eine negative Entwicklung zeichnet sich ab: Viele Klein-

teichwirte geben auf. Eine Ursache sind überhöhte natur-
schutzfachliche und wasserrechtliche Auflagen sowie der Fraßdruck fischfressender Tiere. Die Aufgabe der Bewirtschaftung bedeutet auf längere Sicht das Verschwinden dieser Kleinstrefugien.

 

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Kleinteichanlagen können sich für die Nachzucht einhei-
mischer Flusskrebsarten wie zum Beispiel des seltenen Edelkrebses eignen. Eine Arbeitsgruppe im Verband hat sich dieses spannenden fischereilichen Nischenthemas angenommen.

 

Komplex  ist die Situation der Fischerei an den großen und kleinen Flüssen Niedersachsens. Fischereigenossenschaften an allen Flüssen (Ausnahme Elbe) regeln die Fischereirechte ihrer Mitglieder. Die Mitgliedschaft besteht kraft Gesetz. Flussverbauungen, Wasserkraftnutzungen, Salzeinleitungen, Kormorane, Naturschutzfolgenutzungen bedingen sinkende Fischerträge.

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Oft sinkt die Attraktivität für die fischereiliche Nutzung. Die Fischereigenossenschaften wehren sich gegen den schlei-
chenden Werteverlust und das Verschwinden der Fischerei an den Flüssen Niedersachsens. Verloren gehen die unzähligen kleinen Hege- und Pflegeleistungen der Fischereipächter für eine nachhaltige Nutzung.