© Gerhard Götting
© Andreas Hartl

Die Kreislauftechnologie ist im Vergleich zur traditionellen Teichwirtschaft ein junges Verfahren zur Erzeugung von Fischen. Im Vergleich zu offenen Systemen, welche direkt mit der Umwelt in Kontakt stehen, weisen landbasierte Kreislaufanagen folgende Vorteile auf:

 

  • Kontrollierte Systembedingungen
  • Kontrollierte Kommunikation mit der Umwelt
  • Konstante Produktqualität

 

Der Aufbau einer geschlossenen Kreislaufanlage zeichnet sich durch die Ansammlung unterschiedlicher Komponenten (Fischbecken, Filteranlagen) aus, zwischen denen mittels Pumpen Wasser geschalten wird.

 

Die meist in isolierten Hallen untergebrachten Systeme können durch physikalischen und biologische Filtereinheiten den Bedarf an Frischwasser auf unter 10% des Analgenvolumen pro Tag reduzieren. Auch unter freiem Himmel in sogenannten Umlauffließkanalanlagen nach dänischem Vorbild wird die Kreislauftechnologie vielversprechend eingesetzt. Hier werden bevorzugt Lachsforellen, unter anderem für die Kaviargewinnung, erzeugt. Die Wasseraustauschrate dieses Systems liegt über 10% des Anlagenvolumens pro Tag und zählt somit zu den Teilkreislaufanlagen.

 

 

 

© Emsland Fischzucht

Derzeit wirtschaften 11 geschlossene Kreislaufanlagen in Niedersachsen, welche insgesamt jährlich etwa 1282 t Fisch erzeugen (Quelle:Statistisches Bundesamt, 2019). Hinzu kommen Teilkreislaufsysteme zur Erzeugung von Regenbogenforellen und Forellenkaviar.  In den gschlossenen Systemen wird primär der Europäische Aal, -Wels und Zander erzeugt.

 

Niedersachsen verzeichnet einen Aufwärtstrend im Bereich der Kreislauftechnologie in geschlossenen Gebäuden, vor allem was Interesse, Planungs- und Bauvorhaben angeht. Die Anforderungen an die Betreiber von Kreislaufanlagen sind anspruchsvoll und vielfältig. Auch muss der Fisch erfolgreich in den Markt gebracht werden.

 

Probleme neben den in Zukunft sicherlich steigenden Energiepreisen bereiten nichteinheitliche Regelungen im Bereich Ablaufwasser und für Baugenehmigungen. Politisch wurde hierzu mehr als einmal eine Diskussion geführt, jedoch nach wie vor ohne bahnbrechende Ergebnisse.