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Die Kreislauftechnologie ist im Vergleich zur traditionellen Teichwirtschaft ein junges Verfahren zur Erzeugung von Fischen. Das Verfahrensprinzip vereinfacht ausgedrückt:

Das Wasser aus Fischhaltungsbecken wird nach einer auf-

wendigen Klärung und Aufbereitung der Fischerzeugung wieder zugeführt.

 

Die Kreislauftechnik findet in der Regel in geschlossenen Gebäuden Anwendung. Die Fische werden meist bei

warmen Wassertemperaturen gehalten. Unabhängig von äußeren Witterungsbedingungen und bei immer gleich warmem Wasser ist der jährliche Fischzuwachs höher.

 

Auch unter freiem Himmel in sogenannten Umlauffließ-
kanalanlagen nach dänischem Vorbild wird die Kreislauftechnologie vielversprechend eingesetzt. Hier werden bevorzugt Lachsforellen, unter anderem für die Kaviargewinnung, erzeugt.

 

 

 

© Emsland Fischzucht

Derzeit 18 Betriebe wirtschaften in Niedersachsen im Haupt- und Nebenerwerb. Insgesamt erzeugen sie jährlich etwa 1080t Fisch und 58t Kaviar (Quelle:Statistisches Bundesamt, 2014). Vorrangig sind es Aale, Europäische Welse und Lachs-
forellen, neuerdings auch Zander.

 

Niedersachsen verzeichnet einen Aufwärtstrend im Bereich der Kreislauftechnologie in geschlossenen Gebäuden, vor allem was Interesse, Planungs- und Bauvorhaben angeht. Die Anforderungen an die Betreiber von Kreislaufanlagen sind anspruchsvoll und vielfältig. Auch muss der Fisch erfolgreich in den Markt gebracht werden.

 

 

 

Probleme neben den in Zukunft sicherlich steigenden Energiepreisen bereiten nichteinheitliche Regelungen im Bereich Ablaufwasser und für Baugenehmigungen. Politisch wurde hierzu mehr als einmal eine Diskussion geführt, jedoch nach wie vor ohne bahnbrechende Ergebnisse.